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Musikalisches Feuerwerk– BigBand der Bundeswehr bei KFOR

Prizren, 20.09.2016.

Es ist 20:00 Uhr. Im Feldlager Prizren ist ein riesiges Zelt mit bunten Lichtkegeln ausgeleuchtet. Etwa 350 KFOR-Soldaten haben sich im Zelt und auf dem Vorplatz versammelt und sind gespannt, was sie gleich zu hören bekommen. Mit Trompetenklängen, Gitarrensound, ja – mit dem gesamten instrumentalen Repertoire – zieht die BigBand der Bundeswehr ihr Publikum von der ersten Minute an in ihren Bann. Doch von vorn.

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Sängerin Bwalya und Roland Büttgen bei der Ankunft in Pristina (Quelle: Bundeswehr/Ines Blandau)

In den frühen Morgenstunden fährt der Tourbus der BigBand am Terminal der Flugbereitschaft des Bundesministeriums der Verteidigung vor. 20 Musiker, Sängerin Bwalya und sieben Techniker fliegen heute von Köln nach Pristina. Sieben Tonnen Equipment werden in den Airbus A 310 verladen. In den kommenden vier Tagen spielt die Band sowohl im Feldlager Prizren, als auch im Camp "Film City" in Pristina. Dank eines straffen Zeitplans klappt der Auf-, Ab- und Umbau reibungslos. Die Soldaten des Kontingents unterstützen die BigBand dabei tatkräftig. Sie haben sogar extra für diese Auftritte eine Bühne angefertigt.
Auftritte im Einsatz sind besonders

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Der Auftritt in Prizren begeistert die Soldaten (Quelle: Bundeswehr/Ines Blandau)

Es ist bereits der dritte Auftritt der BigBand in einem Auslandseinsatz. Bwalya und Roland Büttgen, beide sind seit über neun Jahren Bandmitglieder, waren bei allen Auftritten dabei. Für die Profis ist so ein Auftritt im Einsatz immer etwas Besonderes: "Lagerleben und der grüne Flecktarnanzug sind für uns nicht alltäglich", berichtet Roland Büttgen.
Gitarrist aus Leidenschaft

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Seit 36 Jahren an der Gitarre - Roland Büttgen war bei allen Konzerten der BigBand in den Einsätzen dabei (Quelle: Bundeswehr/Ines Blandau)

Der 43-jährige Kölner spielt seit seinem siebten Lebensjahr Gitarre. Mit der Konzertgitarre begonnen, steigt er mit 14 Jahren auf die E-Gitarre um. Da seine Schwester bereits an der Musikhochschule in Köln studiert, wird einer ihrer Kommilitonen sein Gitarrenlehrer. Ein paar Jahre später studiert auch er an der Musikhochschule und erarbeitet sich seinen Abschluss zum Diplom Jazz-Gitarristen. Nach einigen Jahren als freiberuflicher Musiker bewirbt er sich bei der BigBand. "Ich bin meinen Kommilitonen von damals wirklich dankbar. Sie haben mir von den Ausschreibungen erzählt. Ohne feste Anstellung ist es für einen Musiker ein hartes Business. Die Bundeswehr gibt mir einen sicheren Job."
Eine begeisternde Stimme

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Solistin Bwalya und die 20 Musiker der BigBand der Bundeswehr (Quelle: Bundeswehr/Ines Blandau)

Mit ihrem strahlenden Lächeln und ihrer grandiosen Stimme begeistert Bwalya ihre Zuschauer. Die Sängerin hat ihre Wurzeln in Sambia. Seit ihrer Kindheit singt sie im Chor, später im Theater. Bei einem Vorsingen setzt sie sich gegen zahlreiche Mitbewerberinnen durch. "Oh je. Zu Beginn dachte ich, dass die Arbeit in einem reinen Männer-Team schwierig wird", sagt sie und fügt lächelnd hinzu: "Aber es läuft sehr gut. Besser als gedacht." Bwalya liebt und lebt die Musik. "Normalerweise stehen wir auf unserer großen Tourbühne und spielen für tausende Besucher." Hier im Kosovo ist es eine Nummer kleiner. Für die Sängerin ist das allerdings kein Problem. Sie bringt mit ihren Bandkollegen die KFOR-Soldaten zum Jubeln und Tanzen.
"Eine gelungene Abwechslung"

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Oberst Siegfried Zeyer ist derzeit Kontingentführer der deutschen KFOR-Soldaten (Quelle: Bundeswehr/Ines Blandau)

Die Auftritte im Kosovo werden durch viele helfende Hände unterstützt. Der Kontingentführer des 44. Deutschen Einsatzkontingents KFOR, Oberst Siegfried Zeyer, ist überzeugt: "Der Auftritt der BigBand ist für unsere Soldaten eine gelungene Abwechslung. Wir befinden uns kurz vor dem Kontingentwechsel. Jetzt gilt es noch einmal alle Kräfte zu mobilisieren und eine saubere Übergabe vorzubereiten. Ich bin sehr froh, wenn ich in den kommenden Wochen mein Kontingent gesund in die Heimat zurückschicken kann."

(Quelle: Bundeswehr/Ines Blandau)